HR VI - Jäger, Fischer und die Jugend

Jäger u. Fischer machen Schule-Infoveranstaltung des FV Oberrot – mit der GWRS Oberrot am Do. 7.6.2018

Erstellt am 29.06.2018

Die Schülerinnen und Schüler der dritten bis sechsten Klassen an der Grund- und Werkrealschule Oberrot erlebten einen besonders anschaulichen und sinnhaften Biologieunterricht.

 

Ausgestattet mit Gummistiefeln ging es von der Schule zum Flüsschen Rot. Dort erwarteten die Kinder mehrere Mitglieder des örtlichen Fischereivereins sowie Angehörige der Jägervereinigung Schwäb.Hall. Gemeinsam hatten sie unter dem Motto „Fischer machen Schule“ fünf Stationen an der Rot zum Leben in und an der Rot vorbereitet. Dabei hatten sie keinen Aufwand gescheut. Anna Dewert vom Landesfischereiverband Baden-Württemberg e.V. war eigens mit dem Fischmobil aus Stuttgart angereist. Die studierte Biologin mit Masterabschluss führte die Jungs und Mädchen pädagogisch geschickt auf spielerische Weise in die Fisch- und Vogelwelt der Gewässer ein.

 

Beim Landesjagdverband Baden- Württemberghatten die Initiatoren des Projekttags viele Präparate von Tieren ausgeliehen, die an den einheimischen Flüssen ihren Lebensraum haben. Diese wurden vom Beauftragten Lernort Natur der JV Schwäb.Hall Wolfg. Weidenbach sowie Silvia Mogck und Günter M.Mayr am Ufer der Rot interessant präsentiert. Außerdem gab es Spannendes über die Jagd und Jäger zu erfahren. Dabei konnten auch Felle gefühlt, Gebiss und Geweihe angefasst werden. Besonders gut kam der Jagdhund Atila von der Waldfee – ein fertig ausgebildeter Kleiner Münsterländer- an, den die Kinder streicheln und füttern durften.

 

Bei einer weiteren Station lernten die Schülerinnen und Schüler verschiedene Angelmethoden von Erich Blind und Andreas Fitterling kennen sowie die Utensilien, die man zum Fischen benötigt. Sogar lebendige Krebse konnten die Kinder begutachten und, wenn sie mutig genug waren, sogar anfassen. Anhand der Krebse erfuhren sie auch, was passieren kann, wenn fremde Tierarten in die heimische Lebenswelt eingeschleppt werden. Die Signalkrebse wurden einst aus Amerika importiert und haben sich stark ausgebreitet. Mittlerweile gefährden sie einheimische Krebsarten in ihrem Bestand. Außerdem dezimieren sie kleinere Fische, wo sie in großer Zahl auftreten.

 

Um das Innenleben der Fische ging es bei einer weiteren Station, die vom Jugendleiter des FV Kai Lang und Günter Deininger betreut wurde. Dazu war eigens ein am Morgen frisch gefangener Karpfen sachkundig aufbereitet worden. So konnten die Schüler den Aufbau eines Fisches besser begreifen. Auch hier war Anfassen erlaubt.

 

Schließlich durften die Kinder und Jugendlichen bei einer Station im Flüsschen Kleinlebewesen im Wasser Keschern und diese unter fachkundiger Hilfe der Fischer Vorsitzender Klaus Setzer, Heinz Dreher und Immanuel Krauß bestimmen. Neben Bachflohkrebsen und Köcherfliegenlarven gab es auch Eintagsfliegenlarven, Napfschnecken und Strudelwürmer zu bestaunen. „Der Fischertag ist viel spannender als normaler Schulunterricht“, darin waren sich die Schülerinnen und Schüler einig. Mit welcher Begeisterung sie dabei waren, das zeigte die erstaunliche Aufmerksamkeit, mit der sie den Ausführungen der Fischer und Jäger lauschten und die vielen Fragen, die sie ihnen stellten. Vielleicht gewinnt ja auch der Fischereiverein mit seinem großen Engagement an der Schule den einen oder anderen Jungfischer bzw. die eine oder andere Jungfischerin. Dann hätten beide Seiten von der Aktion profitiert.

 

Nach Bericht von Pfr. A. Balko – geringfügig ergänzt.

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